Schnellere Veröffentlichungen durch KI: So wird aus Content-Automatisierung echter Mehrwert

von Redaktion

Ein Blogartikel ist in wenigen Minuten geschrieben, die Produktbeschreibung automatisch erstellt und die Übersetzung auf Knopfdruck verfügbar. Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsalltag vieler Marketing- und Redaktionsteams grundlegend. Allerdings bedeutet eine kürzere Produktionszeit noch lange nicht, dass Inhalte schneller bei der gewünschten Zielgruppe ankommen.

Denn zwischen dem fertigen Text und seiner Veröffentlichung liegen häufig weitere Arbeitsschritte: redaktionelle Kontrollen, technische Anpassungen, interne Abstimmungen und die Übertragung in das Content-Management-System. Unternehmen, die künstliche Intelligenz wirtschaftlich einsetzen möchten, müssen daher den gesamten Veröffentlichungsprozess betrachten. Welche finanziellen Auswirkungen sich durch dessen Optimierung ergeben können, zeigt beispielsweise der ROI-Rechner von FirstSpirit.

Die eigentliche Herausforderung beginnt nach der Texterstellung

In vielen Unternehmen werden KI-Anwendungen bislang unabhängig vom eigentlichen Content-Management genutzt. Mitarbeitende erstellen Texte in externen Tools, kopieren die Ergebnisse anschließend in das CMS und übernehmen dort weitere Arbeitsschritte.

Was zunächst nach einer einfachen Lösung klingt, kann neue organisatorische Probleme verursachen. Formatierungen müssen angepasst, Inhalte überprüft und Freigabeprozesse separat angestoßen werden. Bei international ausgerichteten Websites kommen zusätzliche Übersetzungen und länderspezifische Anpassungen hinzu.

Der Zeitgewinn bei der Content-Erstellung wird dadurch teilweise wieder aufgehoben. Besonders deutlich wird dieser Effekt, wenn zahlreiche Webseiten regelmäßig aktualisiert oder Kampagnen gleichzeitig in mehreren Märkten veröffentlicht werden müssen.

Für die Effizienz eines Redaktionsteams ist deshalb weniger entscheidend, wie viele Inhalte entstehen. Viel wichtiger ist die Zeitspanne vom ersten Arbeitsschritt bis zum tatsächlichen Go-live.

Warum KI direkt im CMS den Unterschied macht

Ein integrierter Ansatz setzt genau an diesen Herausforderungen an. Wenn KI-Funktionen unmittelbar im bestehenden Content-Management-System verfügbar sind, lassen sich Inhalte dort erstellen und bearbeiten, wo sie später auch veröffentlicht werden.

Das reduziert Medienbrüche und vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen. Redaktionelle Anpassungen, Übersetzungen und die Vorbereitung neuer Seiten können in bestehende Abläufe eingebunden werden, ohne ständig zwischen unterschiedlichen Anwendungen wechseln zu müssen.

Wie relevant die eingesparte Zeit sein kann, zeigen typische Aufgaben aus dem Content-Alltag. Eine Übersetzung, die manuell ungefähr eine halbe Stunde dauert, kann mithilfe integrierter KI innerhalb weniger Minuten vorbereitet werden. Ähnliches gilt für Kampagnenseiten, deren Texte und Struktur andernfalls einen erheblichen manuellen Aufwand verursachen. Gerade bei großen Websites summieren sich bereits kleine Einsparungen pro Vorgang zu einer beträchtlichen Arbeitsentlastung.

Wenn künstliche Intelligenz zusätzliche Arbeit verursacht

Allerdings ist nicht jede Automatisierung automatisch sinnvoll. Werden Inhalte ungeprüft erzeugt oder fehlen klare Verantwortlichkeiten, kann KI sogar neue Kosten verursachen. Für solche Ergebnisse hat sich der Begriff „Workslop“ etabliert. Gemeint sind KI-generierte Arbeitsergebnisse, die zunächst überzeugend erscheinen, bei genauerer Betrachtung jedoch fehlerhaft, unvollständig oder nur eingeschränkt verwendbar sind.

Eine Untersuchung von BetterUp Labs und dem Stanford Social Media Lab beziffert die dadurch entstehenden Produktivitätsverluste auf durchschnittlich rund 186 US-Dollar pro Beschäftigtem und Monat. In großen Organisationen kann sich dieser Aufwand zu erheblichen jährlichen Kosten summieren.

Dass die wirtschaftlichen Erwartungen an künstliche Intelligenz häufig unerfüllt bleiben, zeigt auch eine Analyse der MIT-Initiative NANDA. Obwohl weltweit bereits Investitionen von 30 bis 40 Milliarden US-Dollar in generative KI geflossen sind, verzeichneten 95 Prozent der betrachteten Unternehmen keinen messbaren geschäftlichen Nutzen.

Für Unternehmen folgt daraus eine wichtige Erkenntnis: Nicht die Zahl eingesetzter KI-Tools entscheidet über den Erfolg, sondern ihre praktische Wirkung auf Arbeitsabläufe und Ergebnisse.

Wie sich der Nutzen KI-gestützter Content-Prozesse berechnen lässt

Um den tatsächlichen Mehrwert zu bewerten, sollten Unternehmen zunächst ihre bestehenden Abläufe analysieren. Wie lange dauert die Erstellung einer neuen Landingpage? Welcher Aufwand entsteht durch Übersetzungen? Wie häufig müssen bereits veröffentlichte Inhalte überarbeitet werden?

Aus diesen Angaben lässt sich ermitteln, welche Ressourcen aktuell benötigt werden und an welchen Stellen eine integrierte KI-Lösung Zeit sparen könnte.

Der ROI-Kalkulator von FirstSpirit nutzt dafür unter anderem intern gemessene Bearbeitungszeiten. Als Ausgangswerte dienen beispielsweise rund 65 Minuten für die Erstellung von Text und Aufbau einer Kampagnenseite sowie 30 Minuten für eine manuelle Übersetzung.

Ergänzend fließen Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien ein, darunter Untersuchungen von Noy und Zhang, Plitt und Masselot sowie Peng und Kollegen. Sie liefern zusätzliche Anhaltspunkte für mögliche Produktivitätssteigerungen.

Entscheidend sind jedoch die individuellen Unternehmensdaten. Seitenumfang, Aktualisierungsbedarf, Sprachversionen und Personalkosten beeinflussen maßgeblich, welche Einsparungen realistisch erscheinen. Auch Einrichtungsaufwand und verbleibende manuelle Prüfschritte müssen berücksichtigt werden. Erst durch diese Gegenüberstellung entsteht eine aussagekräftige Grundlage für Investitionsentscheidungen.

Von der Content-Produktion zur effizienten Veröffentlichung

Langfristig profitieren Unternehmen vor allem dann von künstlicher Intelligenz, wenn sie ihre Prozesse ganzheitlich weiterentwickeln. Dazu gehört, bestehende Content-Bausteine wiederzuverwenden, Produktdaten leichter zugänglich zu machen und relevantes Unternehmenswissen direkt in redaktionelle Arbeitsabläufe einzubinden.

So reduziert sich nicht nur die Zeit für einzelne Aufgaben. Auch die Abstimmung zwischen Teams, die Pflege mehrsprachiger Websites und die Umsetzung neuer Kampagnen können effizienter werden. Der entscheidende Maßstab ist daher nicht die Menge an KI-generiertem Content, sondern der tatsächliche Beitrag zu schnelleren Veröffentlichungen und geringeren Betriebskosten.

Mit dem ROI-Rechner von FirstSpirit können Unternehmen ihren eigenen Content-Bestand und typische Arbeitsabläufe in die Kalkulation einbeziehen. Dadurch wird nachvollziehbar, welches Potenzial eine direkte KI-Integration im CMS gegenüber voneinander getrennten Anwendungen bietet.

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